Mit «Ködervelos» Velodiebstähle aufklären und verhindern!

Der Nidauer EVP-Grossrat Philippe Messerli fordert mit einem Vorstoss, dass der Regierungsrat Massnahmen zur Steigerung der Aufklärungsquote von Velodiebstählen ergreift. Konkret soll die Regierung prüfen, ob die Kantonspolizei versuchsweise an neuralgischen Orten mit GPS-Sendern ausgestattete «Ködervelos» einsetzen könnte. In den Niederlanden konnte mit dieser Methode die Aufklärungsrate bei Velodiebstählen signifikant gesteigert werden.

Besonders in den warmen Jahreszeiten wird auch im Kanton Bern viel und gerne Velo gefahren. Äusserst ärgerlich ist allerdings, wenn einem das Fahrrad EVP Nidaugestohlen wird. So sind denn Velodiebstähle auch keine Randerscheinung. 2016 wurden gesamtschweizerisch 35’869 Fahrräder (davon 5‘725 Fahrräder im Kanton Bern) als gestohlen gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte allerdings weit höher liegen. Nebst dem persönlichen Ärger und dem bürokratischen Aufwand, verursachen diese Diebstähle auch hohe Schadenssummen für die Versicherungen. Nach Ansicht von EVP-Grossrat Philippe Messerli ist dies Grund genug, dass die Regierung konkrete Massnahmen gegen Velodiebstähle prüft.

Heute ist klar, dass neben dem Phänomen der Gelegenheitsdiebe v.a. auch kriminelle Banden, die sich auf den Velodiebstahl «spezialisiert» haben und hier ihr Unwesen treiben. Für die Diebe ist das Risiko, erwischt zu werden, klein: Schweizweit wurden im Jahr 2016 nur 1,7% (Kanton Bern 1,8%) aller Schweizer Velodiebstähle aufgeklärt!

In den Medien konnte man letzthin lesen, dass in den Niederlanden die Aufklärungsrate in den letzten Jahren signifikant gesteigert werden konnte, weil die «Foundation for Tackling Vehicle Crime» Velos mit GPS-Sendern ausstattete und diese an Orten platzierte, wo besonders viele Velos gestohlen werden (u.a. Bahnhöfe, Schulen, Einkaufszentren). Im letzten Jahr wurden 1’470 solche «Ködervelos» geklaut, was zu fast 1’000 Festnahmen von Velodieben führte. Nebst den Festnahmen hat das Projekt auch eine präventive Wirkung: Dort, wo solche mit GPS-Sendern ausgerüstete Velos platziert wurden, gingen nach kurzer Zeit auch die Diebstähle zurück. In Lausanne wurde von der Polizei letzten Sommer ein ähnlicher Versuch gestartet.

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Moutier, du gehörst zu uns – Moutier, tu fais partie de la famille!

Meine Liebeserklärung an die Stadt Moutier

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Moutier

Der Kanton Bern ist wie eine grosse Familie, die aus vielen verschiedenen Gliedern besteht. Moutier, du schöne Stadt an der Birs, du gehörst zum Kanton Bern genauso wie die Berner Alpen, wie der Bärenpark in Bern, wie der Emmentaler Käse oder der Bilinguismus in der Uhrenstadt Biel. Moutier, du gehörst zu uns – Moutier, tu fais partie de la famille!

Die Familie wählt man sich nicht aus, man gehört zu ihr, in guten wie in schlechtWappen_Münsteren Zeiten. Moutier, auch wenn in der Vergangenheit nicht immer alles einfach für dich war, so überwiegen doch die guten Momente und Erfahrungen mit dem Kanton Bern. Du wurdest zu einem wichtigen Zentrum innerhalb des Berner Juras, du verfügst über hervorragende Infrastrukturen in den Bereichen Bildung und Gesundheit, ja sogar über ein eigenes Spital, und du bist ein dynamischer Wirtschaftsstandort. Moutier, du gehörst zu uns – Moutier, tu fais partie de la famille!

Moutier, willst du die jahrhundertealten Banden mit dem Kanton Bern und dem Berner Jura auflösen? Willst du den Spitalstandort aufs Spiel setzen? Willst du dich in eine ungewisse Zukunft begeben und im Kanton Jura nur noch die dritte Geige spielen? Willst du wirklich alles Bewährte aufgeben? Moutier, höre auf die Stimme deines Herzens und auf die Stimme der Vernunft! Erinnere dich an den unbezahlbaren Wert deiner langwährenden und erfolgreichen Beziehung zum Kanton Bern und zum Berner Jura! Moutier, du gehörst zu uns – Moutier, tu fais partie de la famille!

Moutier, eine Trennung wäre mit Schmerzen verbunden, und dies für dich selber wie auch für den Kanton Bern und alle seine Landesteile. Moutier, ich bin aber sicher, dass du am 18. Juni 2017 den richtigen Entscheid fällen wirst: Für einen Verbleib beim Kanton Bern und damit für eine gesicherte Zukunft innerhalb eines vielfältigen Kantons mit seiner wichtigen Brückenfunktion zwischen der deutschen und französischen Schweiz. Moutier, du gehörst zu uns – Moutier, tu fais partie de la famille!

Philippe Messerli, Grossrat EVP, Nidau

Städtebauliche Begleitplanung A5 Westast

Chance für mehr Lebensqualität nutzen!

Nach Ansicht der EVP (Sek­tio­nen Biel und Nidau) stellt die Rea­li­sie­rung des A5 Wes­tas­tes eine ein­ma­lige Gele­gen­heit dar, um die Wohn­quar­tiere vom Ver­kehr zu ent­las­ten und die Lebens­qua­li­tät zu stei­gern. Diese Chance gilt es unbe­dingt zu packen! Die städ­te­bau­li­che Begleit­pla­nung der Städte Biel und Nidau zum A5 Wes­tast, die bis heute Frei­tag zur Mit­wir­kung auf­liegt, stellt eine gute Basis für eine erfolg­rei­che Rea­li­sie­rung der gesteck­ten Ziele dar. Die EVP will aber, dass die zur Ver­bes­se­rung des Velover­kehrs vor­ge­se­he­nen Mass­nah­men so schnell wie mög­lich pla­nungs­recht­lich und finan­zi­ell gesi­chert wer­den. Die EVP unter­stützt eben­falls die rasche Rea­li­sie­rung einer Velohochstrasse.

Die beste Pla­nung nützt nichts, wenn sie nicht in die Pra­xis umge­setzt wird. Ange­sichts dWestaster Tat­sa­che, dass Bund und Kan­ton mit dem Bau des A5 Wes­tas­tes rund zwei Mil­li­ar­den Fran­ken inves­tie­ren wer­den, ist es in den Augen der EVP mehr als nur rich­tig, dass gleich­zei­tig die Städte Biel und Nidau die für die Ver­bes­se­rung des Fuss– und Velover­kehrs und der Wohn­qua­li­tät in den Quar­tie­ren erfor­der­li­chen finan­zi­el­len Mit­tel recht­zei­tig ein­pla­nen und ver­füg­bar machen.

Nament­lich die in der Pla­nung aus­ge­führ­ten Absichts­er­klä­run­gen zuguns­ten des Velover­kehrs gilt es nach Ansicht der EVP pla­nungs­recht­lich (Nut­zungs­pla­nung) wie auch finan­zi­ell recht­zei­tig zu sichern und mit dem Bau der Auto­bahn zu koor­di­nie­ren. Es ist vor allem auch schon wäh­rend der Bau­phase dar­auf zu ach­ten, dass die für die Velos wich­ti­gen Ver­kehrs­ach­sen so wenig wie mög­lich ein­ge­schränkt wer­den. Dem­ent­spre­chend unter­stützt die EVP die von der Inter­es­sen­ge­mein­schaft „Pro Velo“ vor­ge­brachte For­de­rung nach einer mög­lichst raschen Rea­li­sie­rung einer Velo­hoch­strasse auf Gleis­ni­veau als neue und sichere Ver­bin­dung vom Müh­le­feld­weg bis zum Unte­ren Quai.

Mit der Tie­fer­le­gung und Über­de­ckung der Bern­strasse sowie mit der Schaf­fung einer ein­heit­li­chen und zusam­men­hän­gen­den park­ar­ti­gen Anlage erge­ben sich ins­be­son­dere für das Weidteile-Quartier neue städ­te­bau­li­che Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ven. Gerade für beste­hende Eigen­tü­mer sowie für poten­ti­elle Inves­to­ren wer­den dadurch Anreize zur Schaf­fung von neuem und attrak­ti­vem Wohn­raum geschaf­fen. Mit den bau­recht­li­chen Vor­ga­ben soll gesi­chert wer­den, dass nicht nur Woh­nun­gen für gut Betuchte gebaut wer­den. Ziel muss sein, dass mit den neuen Über­bau­un­gen eine bes­sere bevöl­ke­rungs­mäs­sige Durch­mi­schung erreicht wer­den kann, als dies heute im Quar­tier der Fall ist.

Ob mit oder ohne Auto­bahn – Tat­sa­che ist und bleibt, dass die Stadt durch den Bahn­damm vom See abge­schnit­ten wird. Die EVP begrüsst des­halb, dass die Bahn­un­ter­füh­rung bei der Pro­me­nade See­vor­stadt ver­brei­tert wer­den soll. Es soll zudem geprüft wer­den, ob beim Bahn­damm zwi­schen See­fels und Schüss nicht noch wei­tere Unter­füh­run­gen (Nut­zung nur für den Fuss– und Velover­kehr) rea­li­siert wer­den könn­ten, wel­che die Tren­nung von Stadt und See wei­ter auf­wei­chen und zu einer Anbin­dung der Park­an­lage im Bereich Kraut­ku­chen mit dem Strand­bo­den füh­ren.

Kon­takt:
Phil­ippe Mes­serli, Prä­si­dent EVP Nidau, Stadt­rat, 076 588 63 36

Schulraumplanung – EVP verlangt mehr Klarheit zum Engagement der Verbandsgemeinden

EVP-Vorstoss eingereicht

Die Schul­raum­pla­nung in Nidau wird in den nächs­ten Jah­ren Kos­ten von bis zu 70 Mil­lio­nen ver­ur­sa­chen. Dies stellt für die Stadt Nidau auf lange Sicht eine ein­schnei­dende und kaum trag­bare finan­zi­elle Belas­tung dar. Nach Ansicht der EVP bedarf es mehr Klar­heit und zusätz­li­cher Abklä­run­gen, ins­be­son­dere zum Enga­ge­ment der Schul­ver­bands­ge­mein­den. Die Gewiss­heit muss beste­hen, dass wirk­lich alle mög­li­chen Alter­na­ti­ven und Optio­nen gründ­lich geprüft wor­den sind.

Mit einer Motion will EVP-Stadtrat Paul Blösch des­halb den Gemein­de­rat beauf­tra­gen abzu­klä­ren, in wel­chem Umfang sich die Ver­bands­ge­mein­den an den Kos­ten des Schul­haus­neu­baus Beun­denFoto BT Ost betei­li­gen wer­den (Absichts­er­klä­rung) und ob es aus Sicht der Ver­bands­ge­mein­den Alter­na­ti­ven zu einem Schul­haus­neu­bau in Nidau gibt. Dies umso mehr, als gemäss Anga­ben des Gemein­de­ra­tes dies­be­züg­lich keine Abklä­run­gen und Gesprä­che mit den Ver­bands­ge­mein­den statt­ge­fun­den haben (Votum von Gemein­de­rat Marc Eyer an der Stadt­rats­sit­zung vom 26. Januar 2017). Aus Sicht der EVP ist diese Unter­las­sung nicht nach­voll­zieh­bar, da der höhere Schul­raum­be­darf in ers­ter Linie auf das Wachs­tum der Gemein­den Port und Ipsach zurück­zu­füh­ren ist.

A5 Westast: Fluch oder Segen?

Ende 2015 hat sich das Komitee «Westast so nicht!» formiert. Dessen Mitglieder kritisieren öffentlichkeitswirksam das Ausmass der Eingriffe und Zerstörungen, welche der A5 Westast mit sich bringen wird. Zugegeben, der geplante Autobahnbau mitten in die bestehende Siedlungsstruktur wird mit den teilweise offen geführten Strassenabschnitten das Stadtbild stark verändern. Die BaustelleWestastn werden zudem über Jahre hinweg zu grossen Belastungen und Einschränkungen für die Bevölkerung führen.

Dabei darf aber nicht vergessen gehen, dass der Westast die dringend nötige Entlastung der Wohnquartiere vom Durchgangsverkehr bringen wird. Dank dem Porttunnel wird die Verkehrsbelastung im Stedtli Nidau und auf der Allmendstrasse in Port massiv reduziert. Die Tieferlegung der Bernstrasse bildet eine einmalige Chance, das Weidteilequartier städtebaulich aufzuwerten.

Meiner Meinung nach ist der Westast mehr Segen als Fluch. Allerdings gilt es, die sich bietenden Gelegenheiten für mehr Lebensqualität in den Wohnquartieren mit einer intelligenten Begleitplanung zu nutzen und umzusetzen. Packen wir diese Chance!

Philippe Messerli, Grossrat und Stadtrat, Nidau

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