Endlich ein wirksamer Passivrauchschutz im Kanton Bern!

Der Grosse Rat stimmt dem Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen deutlich zu

Der Grosse Rat hat in der Schlussabstimmung das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen mit 97 zu 41 Stimmen bei 12 Enthaltungen deutlich angenommen. Es soll bereits 2009 in Kraft treten.

In öffentlich zugänglichen Innenräumen wie zum Beispiel in Schulen, Kinos, Spitälern und Arztpraxen darf in Zukunft im Kanton Bern nicht mehr geraucht werden. Das Rauchverbot gilt insbesondere auch für Gastgewerbebetriebe. In den Restaurant können allerdings für Raucher abgetrennte Räume, sogenannte Fumoirs, eingerichtet werden. Diese dürfen auch bedient sein. In der ersten Lesung in der Junisession hatte der Grosse Rat das Personal noch umfassender schätzen wollen und sich für unbediente Fumoirs entschieden. In der zweiten Lesung scheiterte jedoch ein entsprechender Antrag von EVP, EDU, SP und Grüne mit 82 zu 66 Stimmen bei 3 Enthaltungen relativ deutlich. Aus der Sicht eines effektiven Passivrauchschutzes bleiben die bedienten Fumoirs der einzige Wermutstropfen in der Gesetzesvorlage.

Das Rauchverbot in den Restaurants geht auf die im September 2006 überwiesene Motion “Schluss jetzt mit unerwünschtem Rauch im Gastgewerbe!” der Grossräte Ruedi Löffel (EVP), Philippe Messerli (EVP), Ueli Spring (BDP) und Hans Michel (BDP) zurück. Es brauchte mehrere Anläufe und verschiedene Rückschläge, bis das Gesetz endlich verabschiedet werden konnte. Doch der Einsatz hat sich schlussendlich gelohnt. Wir dürfen uns alle auf mehr Lebensqualität freuen.

Philippe Messerli, EVP-Grossrat

EVP Schweiz

Archiv